10 Jahre Stiftung - Rückblick, Standortbestimmung & Ausblick

Bereits ein knappes Jahr nach Stiftungsgründung konnten wir der Homberger Ohmtalschule bei einem neuen Angebot unter die Arme greifen. Durch die Kostenübernahme für die Lehrmaterialien konnten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 das Cambridge Certificate – ein international anerkanntes Zertifikat in der Fremdsprache Englisch – erwerben. Nahezu 30 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen haben damit eine bessere Startposition in das Berufsleben.

Seit dem Schuljahr 2011/12 wird die Hausaufgabenhilfe an der Homberger Grundschule in voller Höhe finanziert. Dieses vom Volumen her größte Projekt kommt Kindern der Grundschulklassen 1 bis 4 zu Gute. Mit Hilfe dieses besonderen Angebotes der Grundschule gelingt den teilnehmenden Kindern – im Durchschnitt sind es 25 – viel eher der Sprung in die 5. Klasse, womit dann zumindest der Hauptschulabschluss möglich ist. Viele der Kinder haben einen Migrationshintergrund, sodass mit diesem Engagement der Stiftung zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Bildung und Integration!

Seit 2015 ist das Förderspektrum um die Vergabe von Stipendien erweitert worden. Bisher sind zwei Stipendien vergeben worden. Mit der Vergabe an die beiden ausgewählten jungen Leute aus Homberg/Ohm ist der Vorstand sehr zufrieden. Die Studienresultate sprechen eine deutliche Sprache.

Der Rückblick fällt somit ausgesprochen positiv aus.

Der 10. Geburtstag ist ein willkommener Anlass für ein herzliches Dankeschön an die vielen Unterstützer, ohne deren ideelle und finanzielle Hilfe die vorgenannten Projekt- und Einzelförderungen nicht möglich gewesen wären.

Zur Standortbestimmung gehört auch ein Blick auf die Finanzen. Unsere Stiftung ist etabliert. Sie ist solide finanziert. Wie alle Stiftungen leiden wir unter der Ertragsschwäche des angelegten Kapitals. Die Nullzinsphase ist eine enorme Belastung, zumal eine spürbare Veränderung nicht in Sicht ist. Die Stiftungszwecke werden auch in naher Zukunft nur mit Hilfe von Spenden, Zustiftungen und Erlösen aus eigenen Aktivitäten auf dem heutigen Niveau erfüllbar sein.

Ausblick

  • Wir sind entsprechend unserer Satzung geographisch nicht eingeschränkt. Grundsätzlich wollen wir aber die Gelder dort einsetzen, wo sie herkommen – also in erster Linie in unserer Heimat.

  • Wir wollen weiter gezielt fördern, nicht nach dem Gießkannenprinzip. Der Mitteleinsatz soll Ergebnisse bringen – dort, wie dies möglich ist.

  • Wir wollen in Stiftungsnetzwerken mitarbeiten, insbesondere im Netzwerk der mittelhessischen Stiftungen, und gewonnene Erkenntnisse bei unserer Arbeit berücksichtigen.

  • Wir wollen die sozialen Netzwerke stärker für unsere Zwecke nutzen.