Monika und Dieter Bock-Stiftung unterstützt neues Fremdsprachen-Angebot der Ohmtalschule

Spendenübergabe im Rahmen des Ehemaligentreffens

Am Samstag war großer Bahnhof in der Ohmtalschule. Der Förderverein hatte alle ehemaligen Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer der Ohmtalschule und anderer Homberger Schulen zu einer Wiedersehensfeier eingeladen. Mit dabei war auch der Vorstand der im Jahr 2008 errichteten Monika und Dieter Bock-Stiftung, die in Homberg ihren Sitz hat. Neben den Stiftern waren auch ihre dem Vorstand angehörenden Patenkinder Stephanie und Christopher Well aus Gemünden-Ehringshausen zugegen.

Vorstandsvorsitzender Dieter Bock ging bei der Scheckübergabe auf den Stiftungszweck ein, nämlich die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien, um diesen den Erwerb einer qualifizierten Schul- oder Hochschulausbildung zu ermöglichen sowie die Förderung von schulischen und universitären Projekten. Mit dem Hinweis, dass alle vier Vorstandsmitglieder Schüler der Ohmtalschule gewesen seien, gab er Hinweise auf die konkrete Förderung. Der Fachbereich Englisch eröffne den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 die Möglichkeit, im Bereich der ersten Fremdsprache Englisch eine Qualifikation zu erwerben. Das sogenannte Cambridge Certificate sei eine im In- und Ausland geschätzte Qualifikation, auf die Schülerinnen und Schüler vieler hessischer Schulen erfolgreich vorbereitet worden seien. In Zeiten verstärkter Nachfrage nach fremdsprachlicher Kompetenz und unter den Bedingungen des verschärften Wettbewerbs auf dem Arbeitsmarkt schaffe ein solches Zertifikat Vorteile, sowohl was die optimale Vorbereitung auf die Oberstufe als auch auf Bewerbungen um Arbeits- und Ausbildungsplätze angehe. Kurz gesagt: ein Mehr an Qualifikation bedeute ein Plus an Chancen.

Bereits viele Schülerinnen und Schüler hätten sich angemeldet. Da insbesondere für die Durchführung der Prüfung und Übungsmaterialen eine nicht unerhebliche Gebühr von 160 Euro pro Kopf fällig werde, entspreche die jetzt vorgesehene Förderung dem Stiftungszweck in Bezug auf schulische Projekte. „Der gesamte Vorstand freut sich, die erste Förderung der Stiftung „seiner“ ehemaligen Schule zu kommen lassen zu können. Wir haben in den vergangenen Monaten Spenden vor allem aus dem Raum Homberg erhalten. Insofern ist es sehr schön, dass diese Spender sehen, ihr Geld wird direkt auch vor Ort für Kinder aus sozial schwachen Familien eingesetzt,“ so Bock zum Schluss seiner Ansprache.

Vorstandsmitglied Christopher Well beleuchtete die Förderung aus Sicht eines ehemaligen Schülers und heutigen Lehramtsstudenten. Er habe nach seinem Schulabschluss an der Ohmtalschule im Jahr 2002 im Anschluss in Alsfeld das Abitur abgelegt. In seinem Studium sehe er deutlich, wie wichtig Fremdsprachen seien. Auch bei seinen berufstätigen Eltern spiele der Umgang mit der englischen Sprache eine immer größere Rolle. Dieser Trend werde sich in Zukunft vor dem Hintergrund der Globalisierung verstärken.

„Sicherlich wäre ich als 15-Jähriger nicht mit restloser Begeisterung in den Kurs gegangen, hätte wohl lieber die Fussball-AG am Nachmittag gewählt, anstatt mich mit Vokabeln und Grammatik zu beschäftigen. Im Nachhinein sieht man jedoch vieles anders. Ich bin mir sicher, hätte ich die Möglichkeit gehabt, meine Eltern hätten mich dazu ermuntert, den Kurs zu belegen,“ so Christopher Well in seinem Fazit. Es gebe eben gewisse Dinge, die man in jungen Jahren noch nicht so ganz zu schätzen weiß. Insofern freue er sich, dass dieses neue Angebot der Ohmtalschule jetzt bereits von vielen Schülerinnen und Schülern angenommen werde. Er wünschte dazu gutes Gelingen.

Der Stiftungsvorstand überreichte die Spende an Schulleiter Carsten Röhrscheid. Dieser freute sich über die namhafte Zuwendung und betonte, dass diese dem Stiftungszweck entsprechend eingesetzt werde.

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